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Liebe Ursel,
 
nach Deiner gestrigen, großartigen Geburtstagsfeier in der Kölsch Pinte kommen mir - auch im Dank für die Einladung - Erinnerungen an die gemeinsame Zeit im Hegering 7.
 
Als wir zum ersten Mal in der Jagdhorgruppe Köln aufeinander trafen, waren wir noch jünger, ziemlich genau um 46 Jahre jünger. Jürgen Stein und Ursula Funken waren schon da und ich kam dazu.
 
Wir haben seit dem viel erlebt in diesem Hegering 7, Höhen und Tiefen des Korps, zahlreiche Bläserfreunde, solche und solche, einige Vorstände und Korpsleiter, viele Auftritte, schöne Jagden und Feste. Wir haben im Laufe der Jahrzehnte auch sehen müssen, dass sich Freunde in die Inaktivität verabschiedeten und haben manchen von ihnen schließlich das letzte Halali geblasen.
 
Wir sind noch da! Und Du warst in dieser ganzen Zeit mit Deiner klaren Lebenseinstellung und vor allem mit Deiner eindeutigen Meinungsäußerung eine verlässliche, eine stabile Figur in diesem Verein.
 
Ich habe bald gemerkt, dass sich in Dir und um Dich eine Art geheimes Machtzentrum des Korps formierte. Ursel war nämlich wichtig und zuständig für alles, außer vielleicht für die Interpretation der Noten. Dafür gab es damals immer andere, oft zu viele!
 
Aber für den Betrieb, die Funktion, für das Leben des Korps war Ursel wichtig, dafür wann, wo, wie gefeiert werden soll, welcher Anzug, welche Krawatte angeschafft werden soll, welches Geschenk zu einem Jubiläum, zu einem Geburtstag gemacht werden musste, da war sie gefragt. Die Blumen, der Geschenkkorb! Termingerecht! Das hätte ohne Ursel nicht geklappt.
 
Damit bist Du auch zu eine Art Stimmungsbarometer geworden: War Ursel zufrieden, war es gut, war Ursel aber sauer, hat selbst der Korpsleiter angefangen, darüber nachzudenken, ob er vielleicht einen Fehler gemacht hat. Bei so großer Wichtigkeit konntest Du Dich schließlich auch nicht mehr dem offiziellen Posten einer Schatzmeisterin verweigern.
 
Inzwischen hat ein Generationswechsel das Korps weiter entwickelt und neue Bläser angezogen. Aber Deine  beschriebene wichtige Rolle ist Dir geblieben.
 
Und noch etwas kommt dazu: seit Jahren bildet das Ehepaar Stein jedes Jahr mit dem Mogendorfer Jagdtag eine richtige Klammer für die Gruppenmitglieder.
 
So verdichtet sich der Glückwunsch, den nach meiner Einschätzung alle Mitglieder teilen, darauf, dass alles mit Dir, Jürgen, Hund, Jagd und Jagdhorn so weiter gehen möge und dass Dein „kölsches Hätz“ alles mit macht.
 
Horrido!
 
Erich

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